Land unterstützt neues Cancer Center Cologne Essen

In Nordrhein-Westfalen entsteht ein herausragender Schwerpunkt der Krebsmedizin. Die beiden onkologischen Spitzenzentren in Köln und Essen wollen eng kooperieren und bilden künftig gemeinsam das Cancer Center Cologne Essen (CCCE). Im Beisein von Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen haben jetzt beide Partner in Düsseldorf eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Die Kooperation wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) unterstützt.

Die Partnerschaft soll sowohl erhebliche Verbesserungen für Patientinnen und Patienten bringen als auch exzellenter Forschung, Lehre und Weiterbildung in der Krebsmedizin dienen. Sowohl in Größe wie Expertise strebt das neue Krebszentrum Essen Köln eine nationale und internationale Spitzenstellung an. Beide Partner planen derzeit erste Maßnahmen, deren Volumen bei rund 30 Millionen Euro liegen wird. Das Land wird die Umsetzung im Rahmen seiner haushaltsrechtlichen Möglichkeiten unterstützen.

„Krebserkrankungen sind eine der größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre", sagte Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Mit der engen Zusammenarbeit zweier führender onkologischer Standorte in Nordrhein-Westfalen und der national und international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können hier neue nationale und internationale Maßstäbe gesetzt werden."

Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Köln, sagte: „Die neuen Präzisionstherapien in der Krebsmedizin sind Ausdruck der rasanten Entwicklung in der Forschung. Der korrekte Einsatz der neuen und oftmals schonenderen Verfahren wird immer komplexer. Dies erfordert Organisationsstrukturen in Form von interdisziplinären und hochgradig vernetzten Zentren. Ich freue mich, dass wir mit dem neuen Cancer Center Cologne Essen internationale Maßstäbe setzen und eine starke Allianz im Kampf gegen den Krebs bilden."

Prof. Dr. Jochen A. Werner, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen, sagte: "Die Kooperationsvereinbarung der Onkologischen Spitzenzentren Essen und Köln ist das Ergebnis konstruktiver und respektvoller Verhandlungen zweier Partner auf Augenhöhe. Diese Bündelung exzellenter Persönlichkeiten und Forschungsstrukturen, ergänzt um ein klares Bekenntnis zur Informationstechnologie, wird einen relevanten Entwicklungssprung der Krebsmedizin nach sich ziehen.“

Derzeit erkranken in Deutschland pro Jahr fast 500.000 Menschen an Krebs. Mit jährlich rund 220.000 Todesfällen sind Krebserkrankungen nach den Herz-Kreislauf-Krankheiten die zweithäufigste Todesursache. Wegen der demografischen Entwicklung ist mit einer zunehmenden Zahl erkrankter Menschen zu rechnen. Gleichzeitig konnten durch Forschung enorme Fortschritte bei Früherkennung, Diagnostik und Therapie erzielt werden. Überlebenschancen und Lebensqualität erkrankter Menschen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert. Die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten sollen künftig noch unmittelbarer in die Fragestellungen der anwendungsbezogenen Krebsforschung einfließen.

Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) der Universitätsklinika Köln/Bonn und das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ) der Universitätsmedizin Essen sind schon jetzt führende Standorte und wurden wiederholt als Onkologische Spitzenzentren der deutschen Krebshilfe anerkannt und gefördert. Die geografische Lage der Standorte des CCCE im Rheinland und Ruhrgebiet gewährleistet einen breiten Zugang zu einer Spitzenversorgung, die wissenschaftsbasiert, qualitätskontrolliert und bedarfsorientiert ist.

„Das CIO Köln steht für starke translationale Forschung – also die schnelle und konsequente Übertragung von Forschungsergebnissen in die Versorgung. Das betreiben wir insbesondere auf dem Gebiet der Personalisierten Onkologie mit einigem Erfolg. Je enger die universitären Forschungsteams auch standortübergreifend zusammenarbeiten, desto besser wird die Forschung und desto mehr werden die Patienten davon profitieren", erklärt Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin und Vorstandsvorsitzender des Centrums für Integrierte Onkologie an der Universität Köln.

„Das Westdeutsche Tumorzentrum der Universitätsmedizin Essen lebt seit über 40 Jahren die Verknüpfung von exzellenter Krankenversorgung mit international sichtbarer Krebsforschung vor", sagt Prof. Dr. Martin Schuler, Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung) und Sprecher des Partnerstandortes Essen/Düsseldorf des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK). „Von dem gemeinsamen Zentrum mit Köln erwarten wir eine weitere Beschleunigung des Transfers neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in spürbare Verbesserungen der Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für unsere Patienten.

(Quelle: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW)

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